Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. Ingolstadt
Ihre Ansprechpartnerin: Ulrike Wenger, Telefon +49 (841) 49313-200,
wenger(at)hollerhaus-in.de
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Die Förderstätte des Hollerhauses bietet tagesstrukturierende Maßnahmen für Menschen mit schwerer Behinderung an. Seit 1986 kann die Förderstätte auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Mit nun über zwanzig Jahren Erfahrung ist die erste Tagesförderstätte dieser Art in Bayern heute ein wichtiger Partner für die Gestaltung von Tagesabläufen im Leben von Menschen mit Behinderung. Gegründet wurde sie von betroffenen Angehörigen, um jungen Menschen mit körperlicher Behinderung einen strukturierten Tagesablauf nach Beendigung ihrer Schulpflicht zu ermöglichen.
Dabei werden die einzelnen Phasen der jeweiligen Tage intensiv genutzt um durch gezielte Förderung und Begleitung eine Verbesserung im Bereich der kognitiven und motorischen Leistungen der betroffenen Personen zu erreichen. Dafür stehen die vielen ausgebildeten Fachkräfte der Förderstätte den zurzeit über 70 Förderstättenbesuchern als kompetente Unterstützung für ein möglichst selbst bestimmtes Leben zur Seite.
Die Planung für die Tagesgestaltung erfolgt gemeinsam zwischen Förderstättengänger, Gruppenmitarbeiter und der Leitung der Förderstätte unter der Maßgabe eines individuell erstellten Förderplanes. Diese individuell abgestimmte Förderung, die sich an den Wünschen des Förderstättengängers und/oder seiner Angehörigen orientiert, wird in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls angepasst oder erweitert.
Ein zentrales Element für die Arbeit der Förderstätte ist die Gruppenbetreuung in kleinen Einheiten mit ausgebildeten Fachkräften. Wir erreichen damit eine hohe Zuwendungszeit für jeden einzelnen Förderstättengänger. Die Gruppe ist der Fixpunkt im Tagesablauf eines jeden Förderstättenbesuchers. Hier werden gemeinsam die Mahlzeiten eingenommen, die kommenden Tage geplant, Ruhezeiten gepflegt und Kommunikation und Konversation mit anderen Gruppenmitgliedern gefördert. In der Gruppe wird dadurch vor allem das soziale Leben zum Bestandteil des Tages.
Im Tagesablauf gibt es allerdings auch weitere Termine für den einzelnen Förderstättengänger. Die individuelle Förderung erfolgt außerhalb der Gruppe entweder in spezifischen Kursgruppen oder durch die gezielte Einzelförderung. Für die Kursgruppen bietet das Hollerhaus eine Vielzahl spezieller Räumlichkeiten, wie etwa einen Kerzenraum, einen Holzraum oder einen Gymnastikraum, in denen hauptsächlich motorische Fähigkeiten weiterentwickelt werden.
Zeit zum Entspannen finden Förderstättengänger im „Snoezelenraum“ des Hollerhauses. Die physiotherapeutische und die ergo- und logopädische Förderung erfolgt ebenfalls vor Ort im Hollerhaus durch externe Fachkräfte.
Das Tagesgeschehen muss allerdings nicht ausschließlich in der Förderstätte des Hollerhauses stattfinden. Durch die Möglichkeit der Förderstättengänger gemeinsam mit den Gruppenmitarbeitern ihre Tageszeit selbst zu gestalten und zu planen, nehmen Förderstättengänger intensiv am gesellschaftlichen Leben teil. Immer wieder gehen die einzelnen Gruppen hinaus zu Spaziergängen, zum Einkaufen für das selbst gewählte Mittagessen, zu Konzerten oder ins Kino.